Luftaufnahme des Theumaer Steinbruchs

Steinbruch & Geschichte

Über 1000 Jahre Tradition

Von mittelalterlichen Kirchenbauten bis zur modernen Hightech-Gewinnung — die Geschichte des Theumaer Steinbruchs ist untrennbar mit der Region verbunden.

Der Steinbruch

17 Hektar, 50 Meter Tiefe

Der Tagebau erstreckt sich über rund 17 Hektar und erreicht eine Tiefe von 50 Metern. Seine markante Muschelform ist das Wahrzeichen des Steinbruchs.

Heute ist der Steinbruch terrassiert und alle 10 Meter mit Fahrstraßen erschlossen. Die natürliche Klüftung wird im 45-Grad-Winkel angebohrt. Pro 500 Tonnen Werkstein werden ca. 120–150 Bohrungen mit je 700 g Schwarzpulver „sanft“ gesprengt.

Werk- und Gatterblöcke erreichen 3 bis 12 Tonnen, bei einer maximalen Werkblockgröße von ca. 300 × 200 × 80 cm.

Steinbrucharbeiter beim Spalten des Fruchtschiefers

Vertikale Integration

Vom Steinbruch direkt ins Werk

Was uns einzigartig macht: Wir bauen nicht nur ab — wir verarbeiten direkt im anliegenden Natursteinwerk. Vom Rohblock bis zum millimetergenau gefertigten Endprodukt liegt alles in einer Hand. Keine langen Transportwege, keine Qualitätsverluste, volle Kontrolle.

1

Abbau

Schonende Gewinnung durch kontrollierte Schwarzpulver-Sprengung im 45°-Winkel. Rohblöcke bis 12 Tonnen.

2

Gattersäge

Werkblöcke werden im Mehrblattgatter in präzise Rohplatten gesägt — millimetergenau in jeder gewünschten Stärke.

3

Formatsäge & CNC

Computergesteuerte Formatierung, Konturschnitte, Ausschnitte und Sonderlösungen für anspruchsvolle Architektur.

4

9 Oberflächenveredelungen

Diamantschliff, Feinschliff, Bürsten, Sandstrahlen, Flammen, Spalten, Trommeln — alle Veredelungen im Haus.

5

Steinmetzabteilung

Handwerkliche Sonderanfertigungen: Rundungen, Profilkanten, Gravuren, individuelle Massivarbeiten.

6

Qualitätskontrolle & Versand

Jedes Werkstück wird geprüft, kommissioniert und versandfertig verpackt — direkt ab Werk.

Alles aus einer Hand

Beratung, Abbau, Verarbeitung, Qualitätskontrolle und Logistik — ein Ansprechpartner für Ihr gesamtes Projekt.

Individuelle Beratung

Unterstützung bei Ausschreibungstexten, Statikplanung, Verlegeplänen und Abrechnungsmanagement.

Kein Massenprodukt

Jedes Werkstück ist individuell gefertigt. Flexibler Service statt Katalogware — auch bei Sondermaßen und -formen.

Zeittafel

Firmengeschichte

1456

Die Kirche von Theuma wird mit lokalen Natursteinen erbaut — frühester Beleg für Steinverarbeitung.

1858

Beginn des handwerklichen Abbaus durch Grundeigner. Zusammenschluss von Bauern als Winterarbeit.

1899

Gründung der Theumaer Plattenbrüche AG — ca. 100 Beschäftigte.

1902

Erste Technisierung des Betriebes, Steigerung der Produktion.

1920

Manuelle Werksteingewinnung mit Vorschlaghammer und Treibkeilgarnitur.

1937

Anschaffung eines modernen Kabelkrans.

1938

Höchststand von 155 Beschäftigten.

1991

Privatisierung. Großinvestition in moderne Abbautechnik.

2017

Investition in modernste Abbau- und Verarbeitungstechnik.

„Unbeeindruckt von der wechselvollen Geschichte des Landstrichs bewahrt der Theumaer Fruchtschiefer seine gleichbleibende Qualität und die unverwechselbare blaugraue Tönung — kurzum, er ist und bleibt ein Stein mit Charakter.“

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